Geyen und Sinthern am Bach –
Zwei Wanderrundwege

A 01.

Blaue Linie, Bachaue, Mäanderbögen, außerschulischer Lernort, Natur pur
Rund um den Pulheimer Bach in Geyen und Sinthern
Streckenlänge: ca. 2,8 Kilometer
Start: Parkplatz Geyen, Von-Harffstraße, an der Kirche.

Route:
Zwischen Kirche, Brauhaus (ES 18) und historischem Feuerwehr-Spritzenhaus aus dem 1856 Jh. (ES 19), bis zur Kreuzung Burgstraße gehen. Dort links abbiegen, entlang der alten Friedhofsmauer, bis Kreuzung Manstedtener Straße. Jetzt stoßen Sie links auf im Gehweg verlegte blaue Steine mit einer weißen Doppelwelle. Das ist die „Blaue Linie“ – in Deutschland wohl einzigartig. Sie zeigt den Verlauf des verrohrten Pulheimer Baches an, der so wieder in seiner Gesamtheit wahrgenommen werden kann. Sie folgen der Blauen Linie, die Sie bis zum Jakob-Pohl-Platz führt. Links halten und den Platz überqueren. Jetzt sind Sie wieder am Bach, mit Mäanderbögen und einer wechselvollen Bachaue, erst vor wenigen Jahren renaturiert. Zwischen Bachaue und Sportplätzen erreichen Sie die Gemeinschaftsgrundschule Geyen/Sinthern. Hinter der massiven Bachbrücke entdecken Sie am Bach einen mit Driftblöcken gestalteten, außerschulischen Lernort, mit einer Bachfurt aus Trittsteinen und direktem Zugang vom Schulhof – ohne Beispiel in NRW. Dieser außerschulische Lernort wird intensiv von der Bach-Arbeitsgemeinschaft der genutzt („Grünes Klassenzimmer“). Die Schule hat schon viele Preise abgeräumt. Schautafeln hängen oft im Bereich des Haupteinganges der Schule aus.

Weiter geht es bachaufwärts. Im Bereich des Schulparkplatzes entdecken Sie den „Ankerpunkt 2“ des Erlebnispfades, ein kleiner Pavillon mit interessanten Schautafeln. Gegenüber entdecken Sie am Bach eine Betonsohlschale. Ein Muster, wie der Bach vor seiner Renaturierung in Beton „gefesselt“ war. Hinter der Brücke wird die Bachaue, mangels Platz schmaler. Ein rustikaler Sitzplatz aus einem Eichenstamm lädt zur Pause ein. Hier finden Sie auch die ES 17. An der Martinstraße, dort wo der Bach wieder in einer Verrohrung verschwindet, finden Sie die ES 16. Hier nach rechts abbiegen, bis zum Feldweg, unserem Wendepunkt. Dann wieder rechts, vorbei am „Martinshof“ mit dem Reiterstübchen „PEGASUS“, nachmittags geöffnet. Sie wandern weiter bis zur Straße Mühlengrund. Hier biegen Sie rechts ab, vorbei am Schützenhaus, entlang des „Langen Grabens“, eine wechselfeuchte Ronne. Sie bringt vor allem bei Starkregen oder im Winter bei Schneeschmelze, viel Wasser von der Höhe, rund um die Kapelle Apollonia, die zum Domhof in Manstedten gehört. Dann am Pulheimer Bach zurück zum Ausgangspunkt, Parkplatz Geyen, Von-Harffstraße..

ÖPNV: Bushaltestelle ca. 80 Meter an der von Frentzstraße, Ortsmitte Geyen.
Mit dem Fahrrad: Uneingeschränkt möglich.


A 02.

Blaue Linie, Mühlsteine, Hochwasserschutz, Kalksinter,
Natur pur Zum Kalksinter
Streckenlänge: 4,5 Kilometer

Route:
Wie Route 01, aber an der Martinstraße, dort wo der Bach in der Verrohrung verschwindet, die Martinstraße überqueren. Sie finden auf dem Gehweg einen blauen Stein mit einer weißen Doppelwelle, der „Blauen Linie“. Sie signalisiert, dass der Bach unter der Blauen Linie in einer Verrohrung fließt. Nach links, bis zur Einmündung Jakob-Sandt-Straße, dann links abbiegen in den Quellenweg. Dann rechts ab in die Straße An der Ölmühle, bis zur Dammstraße. Dann rechts ab in die Straße Im Dammfeld, links halten. Am Ende der Straße die kleine Treppe nehmen und Sie sind wieder am Bach. Links, an der Brücke, finden Sie einen 20 Zentner schweren Mühlstein, die Erzählstation ES 15. Die Brücke überqueren und nach ca. 200 Metern links in den Quellenweg abbiegen. Am Ortsrand passieren Sie den „Hochwasserschutzdamm-Sinthern“. Das Hochwasserrückhaltebecken schützt Sinthern und Geyen vor dem 50-jährlichen Regenereignis; Stauvolumen 80.000 Kubikmeter. Ein Stück weiter, im Schatten einer mächtigen Bruchweide, lädt eine Bank zu einer Pause ein. Sie haben einen weiten Blick auf die ausgedehnten Wiesen im Rückhaltebecken. Bald endet der asphaltierte Weg. Sie erreichen den renaturierten Keuschenbroichbach. Eine Erzählstation erläutert den Hochwasserschutz. Sie biegen links ab. Nach ca. 100 Metern erreichen Sie eine Brücke und das Ziel, den „Kalksinter“, mit der ES 12. Der Keuschenbroichbach führt kaltes und kalkhaltiges Wasser. Hier können Sie beobachten, wie der Bach mit Kalk arbeitet – einzigartig in der Region. Ein wertvolles Geotop ist entstanden. Zwischen Keuschenbroichbach und der Bachaue Glessen, mit der ES 11, gehen Sie weiter geradeaus, biegen links ab und passieren die Woltersmühle, eine ehemalige Wassermühle. Zwei Mühlsteine, an der Hauswand angelehnt, zeugen von einem einst mächtigen Kollergang. Sie wandern zurück nach Sinthern. In Höhe des Hochwasserschutzdammes finden Sie links am Zaun die ES 14. Über die Dammstraße erreichen Sie die Kreuzstraße, biegen links ab und erreichen im Tal wieder die Martinstraße und rechts den Pulheimer Bach, der Sie wieder bis zum Ausgangsort begleitet.

ÖPNV: Bushaltestelle an der Brauweiler Straße, etwa Ortsmitte
Abkürzungsmöglichkeit: Sie starten vom Schulparkplatz in Sinthern, Straße Am Frohnhof.
Streckenlänge: ca. 3,5 Kilometer
ÖPNV: Bushaltestelle an der Brauweiler Straße, etwa Ortsmitte.
Mit dem Fahrrad: Uneingeschränkt möglich.
Haftung: Haftung ist ausgeschlossen; man ist auf eigene Gefahr und eigenes Risiko unterwegs.

Anregungen: Willkommen.
Stand: Sommer 2015

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Pulheim am Wasser –
Vier Wanderrouten am Pulheimer Bach und Pulheimer See

B 01.

Pulheimer Bach, zwischen Bachfurt und alten Obstsorten –
Hochwasserschutz – Natur pur
Rund um das Hochwasserrückhaltebecken „Bendacker“, Pulheim, Elchweg.
Streckenlänge: ca. 1,5 Kilometer
Start: Pulheim, Elchweg; dort können Pkw am Straßenrand abgestellt werden.

Route:
Vom Elchweg geradeaus, am Bach entlang, den schattigen Hohlweg nehmen. Wenn man Glück und Geduld hat, kann man unten am Bach, im Bereich der Trauerweide den Eisvogel beim Ansitz auf Beutefische beobachten. Nach kurzem Weg erreicht man den Hochwasserschutzdamm, mit einem ersten Blick auf das naturbelassene Hochwasserrückhaltebecken. Es schützt die Ortslage Pulheim vor einem 50-jährlichen Regenereignis. Stauvolumen 28.000 Kubikmeter. Die Erzählstation (ES) ES 24, des Erlebnispfades, finden Sie auf einer kleinen grauen Stele, links an der Treppe des Auslaufbauwerkes.

Den Hochwasserschutzdamm links liegen lassen, weiter geradeaus gehen. Nach rund 100 Metern lädt ein außerschulischer Lernort, mit Blick auf Bach und Teiche, zum Verweilen ein. Der Hohlweg führt zu einer Bank. Hier nach links in den schmalen Pfad, den „Schlehen-Pfad“, hinunter zum Bach abbiegen. Schlehen-Pfad, weil im Sommer hier die dornreichen Schlehen ihre blauen Früchte tragen. Die Ufer sind etwas steil – Vorsicht. Über drei mächtige Trittsteine erreicht man das andere Bachufer. An einem rustikalen „Handlauf“ kann man sich festhalten. Auf der anderen Bachseite nach links abbiegen und dem Pfad am Bach entlang folgen. Schon bald kommt rechts, auf einer kleinen Anhöhe, der „Lindenplatz“ in Sicht. Von dort einzigartiger und weiter Blick auf Natur pur. Dem Pfad weiter folgen, entlang einer Obstbaumreihe mit alten Obstsorten. Am Ende des Pfades, hinter dem Bahnübergang der alten Betriebsbahn „Pulheim-Brauweiler“, nach links abbiegen, zurück zum Elchweg.

ÖPNV: Bahnhof Pulheim und Bushalteplatz in der Ortsmitte oder Nähe Kreisverkehr an der Pariser Straße.
Mit dem Fahrrad: Ja, im Prinzip möglich, aber es ist keine Strecke, wie üblich. In jedem Fall absteigen, wenn es an der Bank, hinunter zum Bach geht. Über die Bachfurt mit den Trittsteinen muss das Rad getragen werden.
Sonstige Hinweise: Eine Verbindung der Bachaue „Bendacker“ mit der Bachaue Junkerburg, auf der anderen Seite der B 59 N ist für spätere Jahre angedacht.


B 02.

Pulheimer Bach, eingezwängt in der Ortslage, zwischen Hohlweg, Entenufer und Kölner-Randkanal
Zwischen Im Büngertchen und Brücke vor dem Randkanal
Streckenlänge: 1,5 Kilometer
Start: Pulheim, Rossweiherfeld, Nähe Ulmenweg, Parkbucht am Straßenrand.

Route:
Sie gehen ein Stück auf der Straße Rossweiherfeld und biegen nach rechts, am Bachufer in einen Pfad ab. Der Pfad ist die Abkürzung zur Straße Im Büngertchen. Dort wo der Bach aus der Verrohrung kommt und noch in Beton gefesselt, entdecken Sie im Asphalt und auf dem Gehweg die „Blaue Linie“. Das sind blaue Steine mit einer weißen Doppelwelle. Sie zeigt an, dass darunter der Bach hier in einer Verrohrung fließt – als Symbol in Deutschland wohl einmalig. Sie gehen auf der Südseite des Baches, vorbei am Pegelhäuschen und der ES 24 an der Brücke Kantstraße. Sie überqueren die Brücke. Sie sehen, dass der Erlebnispfad mit kleinen Schildchen und einer grünen Doppelwelle ausgeschildert ist. Sie folgen dem Schildchen, halten sich rechts und gehen den Pfad in der Bachkurve wieder zurück zum Bachufer Rossweiherfeld. Ab Bachkurve ist der Bach renaturiert. Die Steilufer der schmalen Bachaue, weil durch Straßen eingeengt, mussten mit Wasserbausteinen gesichert werden. Die hässlichen Leitplanken sollen auf Sicht durch eine stabile Feldahornhecke ersetzt werden. Durch das ständige Füttern halten sich hier viele Stockenten auf. Oft sitzen sie sogar auf dem von der Sonne angewärmtem Straßenasphalt. Deshalb wird dieser Abschnitt auch „Entenufer“ genannt. An der nächsten Brücke erreichen Sie ein im Sommer angenehmen, kühlen Hohlweg. Sie beobachten, dass hier das Bachbett für Niedrig- und Mittelwasser verschmalert wurde. Dadurch nimmt die natürliche Schleppkraft zu und transportiert mehr Sediment. Dadurch wird der Bachgrund geputzt – günstig für Kleinlebewesen. Am Ostring halten Sie sich links, folgen dem Schildchen mit der der grünen Doppelwelle und nehmen die Sackgasse Rossweiherfeld. Am Ende zweigt nach rechts ein kombinierter Rad-/Fußweg ab. Er führt am Bach entlang. Durch die Pforte im Lärmschutzwall, überqueren Sie ampelgesichert die verkehrsreiche Bonnstraße. Auf der anderen Seite folgen Sie dem Weg in die neue Bachaue, unserem Wendepunkt für diese Tour. Eine Bank lädt zum Verweilen ein. Sie nehmen den gleiche Weg wieder zurück zum Startpunkt.

Sonstige Hinweise: An die Bachaue grenzt eine neue Kleingartenanlage. Links sehen Sie ein Speicher- und Pumpwerk der Stadt Pulheim, dass Oberflächenwasser aus dem Industrie- und Gewerbegebiet zur Zentralkläranlage pumpt. Der Pulheimer Bach wird übrigens in einem „Dreirohrdüker“ unter dem Kölner-Rand-Kanal geführt und fließt dann auf der anderen Seite weiter zur Großen Laache, dem Mündungsgebiet des Pulheimer Baches.


B 03.

Pulheimer Bach mit seinem Mündungsgebiet Große Laache
Natur pur
Start: Wanderparkplatz am Pulheimer See, Westufer, über die Kölner-Randkanalbrücke am Pletschmühlenweg und An den Laachen zu erreichen
Strecke: 2,5 Kilometer

Route:
Vom Parkplatz nehmen Sie den asphaltierten Weg „Am Pulheimer See“ und weiter An den Laachen“, Richtung Pletschmühle. Links, vor der Brücke informiert ein Ankerpunkt über den Kölner-Randkanal. Dahinter, vor der Brücke, informiert eine große Tafel über das Naherholungsgebiet Stöckheimer-Hof, welches nun vor Ihnen liegt. Sie halten sich rechts, vorbei an den Pferdekoppeln des Pletschmühlenhofes, einer ehemalige Wassermühle. Sie nehmen den kleinen Pfad rechts, zum Ankerpunkt 3 des Erlebnispfades Pulheimer Bach. Wertvolle Tafeln informieren über den Erlebnispfad. Am Bachufer entlang, nach einer kurzen Wegstrecke, erreichen Sie das Naturschutzgebiet Große Laache, das Versickerungsgebiet des Pulheimer Baches. Eine Infotafel informiert über Flora und Fauna. In einem „Bachauenbuch“ können Sie Ihre Naturbeobachtungen notieren oder nachlesen, was die Wanderer vor Ihnen entdeckt haben. Rechts sehen Sie die ES 28 des Erlebnispfades. In dieser ehemaligen Rheinschlinge wird das Bachwasser in zwei Fließrichtungen aufgeteilt: Eine Fließrichtung bedient eine lange Teichkette. Hier wird die mit einer wissenschaftlichen Arbeit nachgewiesene, natürliche Reinigungskraft genutzt, bevor das Bachwasser gezielt zu 100 Prozent in den Untergrund versickert. So wird das Grundwasserdargebot im Kölner Norden mit rund 1,5 Mio. Kubikmeter/Jahr angereichert. Die andere Fließrichtung ist der Pulheimer Bach, der bei Hochwasser verschiedene Areale in der Großen Laache überflutet. Ihnen fällt auf, dass das Aufteilungsbauwerk als außerschulischer Lernort gestaltet ist Es wird intensiv von Pulheimer Schulen genutzt, die auch wertvolle Bachpatenschaften übernommen haben. Jetzt wandern Sie am Bach entlang durch einen Auwald mit einzigartiger Flora und Fauna. Eine Pflege findet nicht statt – Naturschutzgebiet. Nach ca. 800 Metern sehen Sie links eine Pegellatte, die über den Wasserstand informiert und die ES 29. Am Ende des Waldes biegen Sie nach links ab und erreichen eine Beobachtungskanzel mit wertvollen Hinweistafeln. Die Beobachtungskanzel lädt zur Naturbeobachtung und zum Verweilen ein und bietet zudem guten Wetterschutz. Sie gehen anschließend den Wege durch die Felder geradeaus weiter. An der Weggabelung halten Sie sich links. Sie passieren die Wüstung „Altenhof“, eine wüst gefallene Hofanlage. Vorbei an einer Parkbank sehen Sie schon wieder den Pletschmühlenhof. Nach ca. 2,5 Kilometern sind Sie wieder zurück.


B 04.

Variante Pulheimer See

An der Beobachtungskanzel gehen Sie wieder ein Stück zurück und nehmen den Weg links hinauf zur Mittelterrasse. Dort halten Sie sich links und dann wieder rechts und sind auf dem ersten Abschnitt eines Rundweges um den Pulheimer See. Nach ca. 500 m finden Sie rechts die Zufahrt zum Standort der Surfer und Segler und weiter geradeaus den Wanderparkplatz am Ostufer des Pulheimer Sees.
Rund um den Pulheimer See ist auch möglich. Streckenlänge etwa 4 Kilometer.

Haftung:
Haftung ist ausgeschlossen; man ist auf eigene Gefahr und eigenes Risiko unterwegs.
Anregungen: Willkommen.
Stand: Sommer 2015

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Glessen, der Quellenort –
Vier-Quellen-Tour in Glessen

Pulheimer Bach · Selchbach · Abtsmühlenbach · Keuschenbroichbach
Start: Glessen, Wanderparkplatz An der Broicheiche (hinter der Feuerwehr)
Streckenlänge: rund 3 Kilometer

Route:
Sie verlassen den Parkplatz nach rechts und folgen der asphaltierten Straße ein kleines Stück bergauf. Am Straßenrand entdecken Sie einen kleinen Driftblock mit der Nummer 4 und der dazu gehörigen, gefassten Quelle, die eine ganzjährige Quellschüttung aufweist. Vor Ihnen liegt das ausgedehnte Naturschutzgebiet „Liebesallee“ mit über 60 Sickerquellen – das Hauptquellgebiet des Pulheimer Baches. Der asphaltierte Straßendamm dient zugleich als Hochwasserschutzdamm – Stauvolumen 25.000 Kubikmeter und schützt die Ortslage Glessen vor dem 50-jährlichen Regenereignis. Sie wandern wieder zurück, vorbei am Broichhof, mit der Erzählstation 5 (ES 5). Sie gehen geradeaus weiter und nehmen in dem kleinen Wäldchen den Pfad, am Bach entlang. Sie überqueren die Straße Zum Gut Neuhof und entdecken am Gehwegrand eine Gabione. Dahinter liegt eine Rausche, die den Höhenunterschied Pulheimer Bach und dem von links kommenden Selchbach überwindet. Ca. 50 Meter, links am Zaun können Sie die gefasste Quelle des Selchbaches sehen. Eine Tafel erläutert die Zusammenhänge. Sie gehen zurück in Richtung Ortsmitte. In Höhe der Bushaltestelle verschwindet der Pulheimer Bach in der Verrohrung der Ortslage Glessen. Die „Blaue Linie“, blaue Steine mit einer weißen Doppelwelle markieren seinen Verlauf. Die Blaue Linie ist wohl einmalig in Deutschland. Ein kleiner Pavillon, der Ankerpunkt 1 des Erlebnispfades Pulheimer Bach, informiert Sie mit wertvollen Schautafeln. Sie überqueren an der Ampel die Brauweiler Straße, biegen rechts ab Am Mühlenteich, passieren den weißen Giebel der Braunsfeldmühle, einer ehemaligen Wassermühle und gehen weiter geradeaus bis zur Straße Im Tal. Sie biegen links ab, dann wieder rechts und sind jetzt in der Straße Frankenfeld. Diese führt Sie zur Straße Am Abtshof. Sie überqueren den Durchlass des Abtsmühlenbaches, der ebenfalls ganzjährig Wasser führt.. Die beiden Schafswiesen, links und rechts, gehören zur Bachaue im dortigen Landschaftsschutzgebiet. Ein Eichenstamm, als Bank hergerichtet, lädt zum Verweilen ein. Sie biegen rechts ab und wundern sich über das leise Wasserrauschen. Ein Stück weiter sehen Sie die Ursache: Links, hinter einer kleinen Gabione, finden Sie die Abtsmühlenquelle II. Abtsmühlenbach und Abtsmühlenquelle II führen kaltes, kalkhaltiges Wasser. Ein Stück weiter rechts entdecken Sie eine Erzählstation und unten am Bach einen Kalksinter. Hier sehen Sie, wie der Bach mit Kalk gestaltet. Sie wandern weiter und gehen unten an der Brücke kurz ein Stück nach rechts. Sie stoßen auf die ES 8 und blicken auf die Rausche des Abtsmühlenbaches, der hier in den Pulheimer Bach mündet. Rechts sehen Sie die Reste einer Betonkaskade, über die vor der Renaturierung der in Beton gefesselte Bach geführt wurde. Sie gehen wieder zurück und folgen der Beschilderung des Erlebnispfades Richtung Membrankläranlage. Sie passieren einen Bodenfilter mit Schilfklärung und rechts die ES 10. Sie biegen nach rechts in die renaturierte Bachaue ab. Hier mündet das Kläranlagenablaufwasser, „in Badewasserqualität“ in den Pulheimer Bach. Die Badewasserqualität wird durch die technisch aufwendige Membranklärung erreicht. Der Bereich wurde mit Driftblöcken in einen außerschulischen Lernort umgestaltet, der von Schulen und Kindergärten intensiv genutzt wird. Die neue Bachaue ist Natur pur. Sie folgen dem Bachlauf und treffen auf die Mündung des von links kommenden Keuschenbroichbaches unser Ziel und Wendepunkt. Seine Quelltöpfe führen ganzjährig Wasser und befinden sich geschützt im Lanschaftsschutzgebiet. Im Mündungsbereich stürzt seit etwa 40 Jahren der Keuschenbroichbach über eine Betonwand in den Pulheimer Bach und bildet einen mächtigen Kalksinter – zusammen mit dem Kalksinter I zwei einzigartige Geotope in der Region. Das ist auch der Grund, warum das Betonbauwerk erhalten wurde. Die ES 11 finden Sie etwa 50 Meter rechts. Etwa 100 Meter links erreichen Sie, direkt am Keuschenbroichbach, einen kleinen, einladenden Platz mit Driftblöcken, um eine Pause zu genießen.

ÖPNV: Bushaltestelle in Glessen, Brauweiler Straße.
Mit dem Fahrrad:
Ja, im Prinzip möglich – ab und zu müssen Sie aber ein wenig schieben.

Haftung:
Haftung ist ausgeschlossen; man ist auf eigene Gefahr und eigenes Risiko unterwegs.
Anregungen: Willkommen.
Stand: Sommer 2015