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Sicherheit geht vor – im Kleinen wie im Großen – auch im neuen Jahr 2026

Hochwasserrückhaltebecken Dansweiler Wald

Brücke ohne Geländer, das geht gar nicht. Jetzt konnte nachgerüstet werden: Die Schlosserei Dirk Thelen, Pulheim, bekannt für erstklassige Arbeit, hat die passgenauen Geländer hergestellt und eingebaut. Der Zugang zum etwa 5 m hohen Auslaufturm des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) Dansweiler Wald ist jetzt sicher.

Das HRB hält bei Starkregen die ankommende Welle aus dem kilometerlangen, verzweigten Ronnen-Netz von der Glessener Höhe zurück und gibt über den Auslaufturm nur eine berechnete Wassermenge in die  Dansweiler- und Brauweiler Ronne ab, die diese nicht sofort überfordern, bevor sie in den Kölner Randkanal fließen.

Der Bachverband wird auch das Dammbauwerk weiter sicherer machen. Das braucht Geduld. In Abstimmung mit dem Landesbetrieb Wald und Holz, wird der Bewuchs, im so genannten „Wechselhiebverfahren“ jung gehalten. Das bedeutet kein Kahlschlag, sondern über mehrere Jahre verteilt, werden Bäume entfernt. Auf der Wasserseite ist diese wichtige Phase bereits erreicht. Auf der Luftseite werden erst jetzt die letzten Bäume entfernt. Damit ist die Gefahr größerer Löcher, die Wurzelteller bei Windbruch in den Damm reißen könnten beseitigt. Auf Sicht soll eine dichte und damit sichere Grasnarbe entstehen. Eine Infotafel erläutert dies aufmerksamen Spaziergängern.

Talsperre Sinthern

Wo ist in Sinthern eine Talsperre, könnte man sich fragen? Gemeint ist das Hochwasserrückhaltebecken zwischen Sinthern und Glessen. Es soll für das 100-jährliche Regenereignis ertüchtigt werden.

Aufgrund seines  Rückhaltevolumens von deutlich über 80.000 Kubikmetern zählt es zu den Talsperren und unterliegt der Ausficht der Bezirksregierung Köln. Jährlich ist deshalb ein Sicherheitsbericht und alle 10 Jahre ein so genannter „vertiefter Sicherheitsbericht“ erforderlich. In dieser Phase befindet sich aktuell die Talsperre.

Die alte und kaputte Schranke vor der Zufahrt zur Talsperre, musste repariert werden. Das Bild zeigt Metallbauer Thelen und Mitarbeiter des Bachverbandes bei den Schweißarbeiten:

Für Spaziergänger aus Sinthern und Glessen ändert sich nichts. Sie genießen oft die „große Runde“, um die Talsperre herum, oder die „kleine Runde“, etwa in der Mitte durch die Talsperre. Dazu kletterte man unter der kaputten Schranke durch. Das ist dort nicht mehr möglich. Damit die „kleine Runde“ aber erhalten bleibt, hat der Bachverband das kleine Tor an der Dammstraße geöffnet. Es liegt direkt am Beginn der Verrohrung, neben der großen Linde.

Verfolgt man die Heckenanpflanzungen erkennt man, dass in Zukunft ein Spazierweg in „Tal-Tiefe“, am Bach entlang, durch die Talsperre geführt werden soll. Allerdings, bis das so weit ist, werden vermutlich noch 3-4 Jahre Planung und Bauzeit vergehen, so die Einschätzung des Bachverbandes.

„Alles geschieht bürgernah und mit großem Einsatz aller ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter des Bachverbandes, wie im alten, so auch im neuen Jahr 2026“, so Verbandsvorsteher Horst Engel.  

Bilder: Horst Engel